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28. Sitzung des CDHK-Beirats

Datum:19-10-2026

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Am 16. Oktober fand die 28. Sitzung des Beirats des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) der Tongji-Universität statt. An der Sitzung nahmen Prof. WU Qidi, Vorsitzende des Beirats des CDHK, Prof. ZHENG Qinghua, Parteisekretär der Tongji-Universität und Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, Dr. Kai Sicks, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), sowie Uwe Koch, Konsul und Leiter des Wissenschaftsreferats des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai, teil. Ebenfalls vertreten waren das CDHK-Konsortium der deutschen Partnerhochschulen, das International Office, das Büro für Partei- und Verwaltungsangelegenheiten, die Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH), das CDHK und seine acht chinesisch-deutschen Zentren. Zu den Gästen aus der Wirtschaft gehörten Vertreter von AVL, Bayer China, Global Technology und Infineon. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Bündelung der an der Tongji-Universität bestehenden Einrichtungen der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit, die Restrukturierung des CDHK und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen und Unternehmen. Die Sitzung wurde von Dr. Jan Harder, dem deutschen Vizedirektor des CDHK, moderiert.

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Prof. ZHENG Qinghua stellte die aktuellen Entwicklungsziele der Tongji-Universität vor. Dabei hob er hervor, dass sich die Universität an ihrem Leitbild „Wissenschaft und Bildung zum Wohle der Gesellschaft“ orientiere und ihre Position in internationalen Hochschulrankings kontinuierlich verbessere. Zu den zentralen Vorhaben zählen die Weiterentwicklung der Fächerstruktur, insbesondere der Ausbau neuer Fachgebiete wie Künstliche Intelligenz, intelligente Robotik und Technologien für den niedrig fliegenden Luftraum, die Stärkung des Lehrpersonals sowie die weitere Internationalisierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strategischen Weiterentwicklung der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit. Um die bislang auf verschiedene Einrichtungen verteilten Ressourcen besser zu bündeln, sollen die Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH), das CDHK und die Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) ihre Aktivitäten künftig stärker aufeinander abstimmen. Damit soll eine durchgängige Ausbildung vom Bachelor- über das Master- bis zum Promotionsstudium ermöglicht und die Strategie „Zusammenarbeit mit Deutschland 2.0“ weiter umgesetzt werden.Darüber hinaus stellte Prof. ZHENG den geplanten internationalen Campus in Lingang vor, der zusätzliche Möglichkeiten für die Zusammenarbeit schaffen soll. Im Hinblick auf das 120-jährige Bestehen der Tongji-Universität im Jahr 2027 lud er die Teilnehmenden ein, am 20. Mai gemeinsam das Jubiläum zu begehen und den Austausch sowie die Kooperation in Bildung und Wissenschaft weiter zu stärken.

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Prof. WU Qidi zeichnete die Entwicklung des CDHK seit seiner Gründung im Jahr 1998 nach und hob seine Rolle im chinesisch-deutschen Austausch in Bildung und Wissenschaft hervor. Das CDHK pflegt langjährige Partnerschaften mit renommierten deutschen Hochschulen und führenden Unternehmen und fördert die Ausbildung international ausgerichteter Fachkräfte. Mit Blick auf die Zukunft sprach sie sich dafür aus, die Studienphasen vom Bachelor bis zur Promotion stärker aufeinander abzustimmen, die Verknüpfung von Hochschulbildung und industrieller Praxis zu intensivieren und das bestehende Ausbildungsmodell an neue Anforderungen anzupassen.

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Dr. Kai Sicks dankte der Tongji-Universität dafür, die Zusammenarbeit mit Deutschland in ihre Gesamtentwicklungsplanung aufgenommen zu haben. Er würdigte das CDHK als ein erfolgreiches Modell der Transnationalen Bildung (TNB), das durch Doppelabschlussprogramme eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ermögliche. Die Neuordnung der chinesisch-deutschen Kooperationsstrukturen im Rahmen der Chinesisch-Deutschen Hochschule biete die Chance, die Sichtbarkeit des CDHK zu erhöhen und seine Steuerungsfähigkeit zu stärken. Darüber hinaus regte er an, zusätzliche Stipendien durch den DAAD, den China Scholarship Council (CSC) und Studiengebühren zu finanzieren, um mehr chinesische Studierende für Studienaufenthalte in Deutschland zu gewinnen. Auch die Unternehmen sollten stärker in die gemeinsame Ausbildung eingebunden werden. Er begrüßte, dass in diesem Semester mehr als 170 deutsche Studierende ihr Studium an der Tongji-Universität aufgenommen haben, und bezeichnete den gegenseitigen Austausch als gelebte chinesisch-deutsche Zusammenarbeit. Der DAAD werde die Kooperation weiterhin aktiv unterstützen und an ihrer Weiterentwicklung mitwirken.

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Uwe Koch würdigte den Beitrag des CDHK zum Austausch zwischen China und Deutschland im Hochschulbereich. Das Generalkonsulat in Shanghai werde die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit weiterhin begleiten und insbesondere bei praktischen Fragen wie der Visabearbeitung Unterstützung leisten.

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Anschließend stellte Prof. CAI Liming, chinesischer Vizedirektor des CDHK, den Tätigkeitsbericht des CDHK und seiner acht chinesisch-deutschen Zentren für das Studienjahr 2025/2026 sowie die Entwicklungsplanung für das Studienjahr 2026/2027 vor. Er erläuterte den Stand der institutionellen Neuausrichtung des CDHK und ging insbesondere auf die Studienangebote, den Stand des Zulassungsverfahrens für die Masterstudiengänge mit Studienbeginn 2027 sowie die Erhöhung der Studiengebühren ein.

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Der Bayer-Stiftungslehrstuhl für Geistiges Eigentumsrecht am CDHK wurde in diesem Jahr erfolgreich verlängert. QIU Peijuan, Managerin für Unternehmenskommunikation bei Bayer China, blickte auf die mehr als 20-jährige Zusammenarbeit zwischen Bayer und dem CDHK zurück und erklärte, dass das Unternehmen die enge Zusammenarbeit mit dem CDHK fortsetzen werde.

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Anschließend hielt Prof. Dr. ZHANG Jiaolong, Inhaber des Fischer-Stiftungslehrstuhls am CDHK, einen Vortrag mit dem Titel „Boden-Bauwerk-Interaktion bei flach gegründeten Tunneln in liquefaktionsgefährdeten Bodenschichten unter starken Erdbeben“. Dr. GONG Zaiyan, Leiter des Labors für Mensch-Fahrzeug-Beziehungen, stellte Forschungsergebnisse zum Thema „Interkulturelles Automobilerlebnisdesign“ vor. Beide Beiträge veranschaulichten die Zusammenarbeit des CDHK an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft zwischen China und Deutschland.

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In der anschließenden Diskussion brachten Vertreter aus der Wirtschaft ihre Einschätzungen und Vorschläge zur weiteren Entwicklung des CDHK ein. LU Gang, Recruiting Director und Leiter der University Programs bei Infineon Technologies Greater China, TAO Jianbo, Chief Engineer bei AVL, sowie Prof. Axel Werwatz von der TU Berlin diskutierten unter anderem über den institutionellen Aufbau des CDHK, die gemeinsame Ausbildung von Fachkräften, die Forschungskooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie die Umsetzung chinesisch-deutscher Forschungsprojekte. Dabei wurden konkrete Anregungen für die weitere Entwicklung des CDHK formuliert.

Die Sitzung bot Gelegenheit, die nächsten Entwicklungsschritte des CDHK zu erörtern und Perspektiven für die weitere chinesisch-deutsche Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung aufzuzeigen. In der nächsten Phase will das CDHK seine institutionelle Weiterentwicklung vorantreiben und gemeinsam mit Partnern aus China und Deutschland die Zusammenarbeit in der Fachkräfteausbildung, der Forschung und im interkulturellen Austausch weiter ausbauen.