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CDIBB

Chinesisch-Deutsches Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität

  

Das Chinesisch-Deutsche Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität (CDIBB) wurde im Rahmen des Projekts „Ausbildung von Berufsschullehrkräften an der Tongji-Universität Shanghai“ (ABT-S Projekt) auf- und ausgebaut. Das Projekt ist eine Maßnahme im Rahmen der 1994 zwischen China und Deutschland vereinbarten Initiative zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Berufsbildung. Es unterstützt mit seiner Zielstellung die Absicht Chinas, eine umfassende Reform der beruflichen Bildung einzuleiten. Das grundlegende Ziel dabei ist die Ausbildung qualifizierter Fach- und Führungskräfte für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Chinas.

Die Zielsetzungen des CDIBB der Tongji-Universität sind:

·Auf der Basis von starken ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen der Tongji-Universität und auch in Anlehnung an deutsche Erfahrungen, ein komplettes Modell für Berufsschullehrerbildung in China aufzubauen und qualifizierte Berufsschullehrer mit solider Fachkompetenz, grundlegenden Praxiserfahrungen in Berufspraxis und pädagogischen Fähigkeiten auszubilden.

·Fokussiert auf Berufsschullehrerbildung eine positive Interaktion zwischen Lehre, Forschung und Dienstleistungen zu schaffen und sich damit um einen nachhaltigen Entwicklungsmechanismus zu bemühen;

·eine Plattform für interne Erfahrung- und Modellaustausch sowie für externe Kooperation und Kommunikation aufzubauen.

Im Zuge des Auf- und Ausbaus vom CDIBB kommt dem Deutsch-Chinesischen Projekt zur Ausbildung von Berufsbildungslehrkräften an der Tongji-Universität in Shanghai - ABT-S-Projekt eine große Bedeutung zu.

Dieses Projekt wurde 1993 als Initiative des Premierministers im Rahmen der Regierungskooperation aufgenommen. Im November 1996 unterzeichneten die chinesische und deutsche Regierung die Projektvereinbarung, im September 1997 wurde das Projekt offiziell gestartet. Das Projekt zielt darauf ab, die Tongji-Universität beim Aufbau eines vollwertigen Bildungssystems des Berufsschullehrers zu unterstützen, sich für die Verbesserung der Qualität und Quantität von Berufsschullehrern in Shanghai und Umgebung einzusetzen und die Errichtung eines Sondermodells dafür in China zu untersuchen.

Die Projektleiter von China und Deutschland sind das Ministerium für Außenhandel und wirtschaftliche Zusammenarbeit (Mofcom) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Das Projekt wird im Rahmen der technischen Zusammenarbeit durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ, heutige GIZ) GmbH begleitet, beraten und auch mitfinanziert. Das CDIBB übernimmt die Aufgabe als Projekthauptträger von der chinesischen Seite.
 Nach der Vereinbarung entsenden GTZ langfristige Projekt-Experten nach Tongji-Universität und je nach Projektbedürfnissen kurzfristig fachlichen Kräften. Das Projekt bietet auch Möglichkeiten für chinesische Lehrer, an deutschen Universitäten in Berufspädagogik und Wirtschaftspädagogik zu promovieren. Finanzielle und technische Unterstützung für den Laboraufbau des Institutes werden auch geleistet.

Dieses 11-jährige Kooperationslehrprogramm ist eines der längsten deutsch-chinesischen Kooperationsprojekte. Angesichts der dadurch erzielten Erfolge, vereinbarten sich beide Seiten nach dem Abschluss des Projektes weiterhin auf diese Plattform zu verlassen, Berufsschulforschung und -ausführung im Bereich der Lehrerbildung zu entwickeln und die Erfolge und Erfahrungen in südostasiatischen Ländern durch das trilaterale Lehrerbildungsprogramm (auch bekannt als RCP - Regionale Kooperationsplattform für Berufsschullehrersausbildung) (seit 2009) zu verbreiten.

Die Schwerpunkte vom CDIBB umfassen:

lLehre: Undergraduate, insbesondere postgraduate (Master of Science in Berufspädagogik, Master of Education) Berufsschullehrersbildung und –forschung, Führungskräftenbildung;

lBerufsbildungsforschung: sich auf das Economics and Management der Berufsschullehrung, die Berufsschullehrersbildung, die Berufsausbildungskurse und -unterricht, usw. zu konzentrieren.

lSozialdienstleistungen: Hauptsächlich die Fortbildung von Berufsschullehrern, die begleitende Beratung beim Aufbau von Berufsschulen, die regionale Berufsschulplanung und die Bildungsberatung.

Um Synergieeffekte mit der Ingenieurausbildung zu erzielen und neues Modell für die Berufsschullehrerbildung zu entwickeln, sind das CDIBB und das CDHAW im September 2013 unter gemeinsame Leitung gestellt. Die Lehrkräfte, Lehreinrichtungen und gesellschaftlichen Ressourcen von den beiden Institutionen wurden intensiv integriert und gemeinsam genossen. Dadurch streben sich CDIBB und CDHAW nach einem innovativen Bildungsmodus, nämlich eine Verbindung von Bachelorbildung im Ingenieurwesen und Masterbildung in der Berufsschullehrbildung.

Die aktuelle Plattform für Berufsbildung und Lehrerbildung der Tongji Universität umfasst:

lStaatliches Schlüsselzentrum für Berufsschullehrerbildung vom Bildungsministerium (MoE, 1999)

lZentrum für Fortbildung der Lehrer höherer Berufsbildung vom Bildungsministerium (MoE, 2000)

lZentrum für Vorbereitung der Fortbildung in Deutschland der Berufsschullehrer vom Bildungsministerium (MoE, 2005)

lZentrum für Fortbildung der Berufsschullehrer der Stadt Shanghai (SEK, 2001)

lZentrum für Bildung der Expertenschulleiter und -lehrer der Stadt Shanghai (SEK, 2012)

lChinesisch-Deutsches Kooperationszentrum für Berufsbildung (Shanghai) (MoE und BMBF, 2012)

  

https://cdibb.tongji.edu.cn/