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Tongji Aktuell

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Erfolgreiche Durchführung der Italienischen Sommerschule der Tongji-Universität 2026

Datum:01-08-2026

Vom 13. bis 24. Juli fand an der Tongji-Universität die zweiwöchige Italienische Sommerschule 2026 statt. Über 30 Studierende und Lehrende von sieben italienischen Partnerhochschulen – darunter die University of Bologna, die University of Florence, die Polytechnic University of Turin– nahmen teil. Durch Kursangebote, Unternehmensbesuche, Kreativworkshops, kulturelle Erlebnisse und soziale Praxisprojekte erhielten sie Einblicke in das Studien- und Lebensumfeld an der Tongji-Universität, lernten die chinesische Kultur und gesellschaftliche Entwicklung kennen und vertieften ihr mehrdimensionales Verständnis von China. Dies verleiht dem künftigen Austausch zwischen den Hochschulen im Bereich der Geisteswissenschaften, Bildung und Technologie neue Impulse.

Während des Studienaufenthalts bot das Lehrteam der Tongji-Universität den italienischen Teilnehmenden eine Reihe vielfältiger und inhaltsreicher Fachvorträge an. Die Themen umfassten unter anderem: „Stadtentwicklung und kohlenstoffarmer Verkehr in Shanghai“ „Künstliche Intelligenz und der Wandel des zukünftigen Lebens“ „Die heutige chinesische Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur“ „Die Welt der Architekten – Shanghai als Knotenpunkt“.

Im ländlichen Raum des Songjiang-Bezirks besuchten die Teilnehmenden den Kreativworkshop „Design Harvest“. Unter Anleitung von Lehrenden der Fakultät für Design und Kreativität erkundeten sie vor Ort das örtliche Textilmuseum für immaterielles Kulturerbe, ein Seniorenpflegeheim, einen Ökopark und einen Lebensmittelmarkt. Mit internationaler Perspektive analysierten sie die neuen Entwicklungschancen des chinesischen ländlichen Raums. In Verbindung mit den Projekten NICE 2035 und Planet erarbeiteten sie weiterführende Ansätze, wie durch gestalterische Mittel Produkte und Dienstleistungen narrativ vermittelt werden können, um den Aufbau widerstandsfähiger sozioökologischer Systeme zu unterstützen.

An der Spitze industrieller Innovation besuchten die Studierenden das private Innovationsunternehmen Gongniu Group sowie den Internetkonzern Tencent. In der Zentrale von Gongniu in Ningbo wurden sie in das „Gongniu Global Creative Partner Program“ aufgenommen. Sie hörten Vorträge über den Unternehmergeist, der durch Innovationsfokus zur Branchenführerschaft geführt hat, und brachten ihre eigenen Beobachtungen aktiv in die Diskussion ein, um mit junger Intelligenz zur Internationalisierung chinesischer Unternehmen beizutragen. Bei Tencent erhielten sie Einblicke in die neuesten Trends des KI-gestützten Produktdesigns und erlebten hautnah die vielversprechenden Perspektiven großer Sprachmodelle.

Im kulturellen Rahmenprogramm tauchten die Teilnehmenden in die chinesische Sprache und Kalligrafie ein undstellten selbst geflochtene Bambusboote und Papierdrachen her. In der Shanghai Jingwu Sports Association lauschten sie einem Vortrag über die Philosophie des Kampfsports und probierten die Bewegungen des Mizong-Quan, einer chinesischen Kampfkunst, aus. Darüber hinaus besichtigten sie die Gärten von Suzhou und die Altstadt von Minghe.

Vertreter von der Sant'Anna School of Advanced Studies, der University of Bergamo und der University of Trento waren zur Abschlussfeier eingeladen und hielten Grußworte. Sie betonten einhellig, dass der Kernwert der Sommerschule nicht allein im fachlichen Lernen liege, sondern vor allem im gegenseitigen Verständnis und Vertrauen, die durch interkulturelle Zusammenarbeit entstehen. Diese Chinareise habe Lehrenden und Studierenden die Unterschiede und zugleich die Verschmelzung der chinesischen und italienischen Kultur nahegebracht. Das Ende der Veranstaltung sei nicht als Abschluss, sondern als Auftakt für neue Freundschaften und eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen zu verstehen.

Anschließend präsentierten die Teilnehmenden in Ergebnisberichten ihre Erkenntnisse zu Themen wie Sprach- und Kulturunterschiede, Erfahrungen mit Spitzentechnologien sowie Tradition und Innovation und tauschten sich über ihre Eindrücke und gewonnenen Perspektiven aus.