Kürzlich besuchte Vizepräsident LI Xiangning mit einer Delegation Spanien und Deutschland. Dabei wurden mehrere führende Universitäten und Kooperationsunternehmen besucht, mit denen die Tongji-Universität langjährige freundschaftliche Beziehungen unterhält. Die Delegation überreichte den Vertretern der Partnerhochschulen und -unternehmen Einladungen zum 120jährigen Bestehen der Tongji-Universität und festigte damit die Kooperationsbeziehungen zu wichtigen Partnerhochschulen in Spanien und Deutschland.

LI Xiangning und seine Begleitung besuchten nacheinander die Polytechnic University of Catalonia (UPC) und die Technical University of Madrid (UPM) in Spanien.
An der Polytechnic University of Catalonia traf die Delegation zunächst die Universitätsleitung und besuchte die Fakultät für Architektur, das Gaudi‑Chair‑Forschungszentrum und das Gaudi‑Archiv. LI Xiangning führte mit dem Vizepräsidenten für Internationale Angelegenheiten, Andreas Sumper, vertiefte Gespräche über konkrete Fragen der gemeinsamen chinesisch‑ausländischen Bildungsprojekte von beiderseitigem Interesse und unterzeichnete den „Rahmenvertrag für interdisziplinäre Doppelabschlüsse über alle Studienabschnitte hinweg“.
Der Vorsitzende des Gaudi‑Chairs an der Architekturfakultät der Polytechnic University of Catalonia, Galdric Santana, und andere Vertreter des Gaudi‑Chair‑Forschungszentrums trafen mit der Delegation zusammen. Beide Seiten berieten über die nächsten Schritte des diplomatischen Projekts auf Staatsoberhauptebene – der China‑Ausstellung „Gaudí: Das Erbe der Stadt und der Architektur“ anlässlich des 175. Geburtstags von Gaudí – und stimmten deren Umsetzung ab.

An der Technical University of Madrid einigte sich LI Xiangning mit dem Vizepräsidenten für Internationale Angelegenheiten, Luis Salgado, darauf, die Zusammenarbeit in der Ausbildung von Spitzenkräften und in der Forschung auf den Gebieten Elektro‑ und Informationstechnik, Design, Werkstofftechnik, Bauingenieurwesen, Informatik, Architektur und Stadtplanung, Luft‑ und Raumfahrt sowie Mechanik und Verkehrstechnik weiter zu vertiefen.

In Barcelona traf LI Xiangning auf Einladung den Generalsekretär des spanischen Ministeriums für Wohnungswesen und Stadtplanung, Iñaqui Carnicero. Er nahm zudem auf Einladung am UIA‑Weltkongress der Architekten teil und hielt dort eine Rede, ebenso wie auf der Jahrestagung des CICA – Internationaler Verband der Architekturkritiker. Darüber hinaus wurde er eingeladen, auf der Eröffnungszeremonie der Barcelona‑Ausstellung „REGENERATIONS IN THE MIRROR, CHINA/SPAIN“ eine Ansprache zu halten.

In Madrid nahm LI Xiangning auf Einladung gemeinsam mit dem chinesischen Botschafter in Spanien, YAO Jing, und dem Botschaftssrat der Bildungsabteilung HOU Yongfeng am Finale des von der Tongji‑Universität ausgerichteten spanischen Regionalwettbewerbs des „China International College Students‘ Innovation Competition“ teil und hielt eine Rede.
Während des Deutschlandbesuchs fokussierte sich die Delegation auf die beiden Schwerpunkte internationale Integration von Industrie und Bildung sowie Ausbildung von Exzellenzingenieuren und führte eine Reihe von intensiven Gesprächen. Es wurde ein tiefgreifender Austausch mit deutschen Unternehmen, lokalen Regierungen, technischen Universitäten und Kooperationsverbänden geführt, die zu mehreren konkreten Kooperationsabsichten führten.

Die Delegation besuchte den Hauptsitz der Volkswagen AG und führte Gespräche mit dem Leiter der VW Academy, Franz Strukelj, und weiteren zuständigen Führungskräften. Auch der Vizepräsident der Partnerhochschule Technische Universität Braunschweig, Prof. Markus Henke, nahm mit seiner Gruppe teil. Die Beteiligten diskutierten ausführlich über Themen wie die Forschungszusammenarbeit bei intelligenten neuen Energiefahrzeugen, die gemeinsame Einrichtung von Praktikumsprogrammen in Deutschland und die Vertiefung der dreiseitigen Koordinierungsmechanismen zwischen der Tongji‑Universität, der Technischen Universität Braunschweig und Volkswagen.

Die Delegation stattete der Stadtverwaltung von Wolfsburg einen Besuch ab und traf mit dem kommissarischen Bürgermeister Andreas Klaffehn zusammen. Aufbauend auf der Städtepartnerschaft zwischen Wolfsburg und dem Jiading-Bezirk in Shanghai sowie der bestehenden Kooperation zwischen der Tongji‑Universität und der Technischen Universität Braunschweig erörterten beide Seiten die Zusammenarbeit in den Schwerpunktbereichen Automobilindustrie, saubere Energie und Kreislaufwirtschaft. Es wurde eine grundsätzliche Einigung erzielt, den wechselseitigen Austausch von Wissenschafts‑ und Bildungsressourcen zu fördern, Auslandspraktika für Studierende einzurichten und eine chinesisch‑deutsche grenzüberschreitende Innovationsplattform für Start‑ups aufzubauen.
In Berlin traf die Delegation den Gesamtkoordinator für China‑Projekte der Deutschen Hochschulkonsortiums für Internationale Kooperationen (DHIK), Prof. Christian‑Andreas Schumann. In einem speziellen Gespräch wurden die Einrichtung neuer Studiengänge an der Chinesisch‑Deutschen Hochschule für Ingenieurwissenschaften, Studierendenaustauschprogramme und die Gewinnung deutscher Lehrkräfte erörtert. Darüber hinaus wurden die weiteren Kooperationsschritte für die Qualitätssteigerung und die transformationsorientierte Entwicklung der Hochschule festgelegt.