Am 17. März besuchte eine Delegation deutscher Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen die Tongji-Universität. Organisiert wurde der Besuch vom China-Kompetenzzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB CCTC). Der Vizepräsident Li Xiangning nahm an dem Treffen teil und hielt eine Begrüßungsrede. Die Delegation setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Institutionen zusammen, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Universität Stuttgart, die Stadt Hamburg, das Auswärtige Amt, das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sowie der FC Bayern München. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Themen wie Hochschulgovernance, Innovations- und Gründungsförderung, Organisation des Forschungsmanagements, intelligente Technologien sowie die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Hochschulbereich.

Vertreterinnen und Vertreter relevanter Abteilungen und Fakultäten der Tongji-Universität führten gemeinsam mit der Delegation eine Round-Table-Diskussion. Beteiligt waren unter anderem das International Office, die Innovations- und Gründungsakademie, das Shanghai Research Institute for Intelligent Autonomous Systems, das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg(CDHK), die Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften(CDHAW), das Shanghai International College of Intellectual Property, das Deutschlandforschungszentrum, die Juristische Fakultät, die Fakultät für Physik und Ingenieurwissenschaften, die Fakultät für Architektur und Stadtplanung sowie der Chinesisch-Deutsche Campus. In intensiven Gesprächen tauschten sich beide Seiten umfassend aus. Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft, des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) sowie der Technischen Universität Berlin berichteten jeweils aus ihren Perspektiven über Innovationsprozesse in der anwendungsorientierten Forschung, das Management wissenschaftlichen Personals sowie Governance-Strukturen technisch orientierter Universitäten. Darüber hinaus wurden konkrete Themen wie gemeinsame Forschungsprojekte, Personalaustausch, Technologietransfer und Schutz geistigen Eigentums vertieft diskutiert. In mehreren Bereichen konnten erste Kooperationsabsichten erzielt werden.
Bemerkenswert ist, dass die Delegation nicht nur durch eine große institutionelle Vielfalt gekennzeichnet war, sondern auch durch eine breite Bandbreite an beruflichen Rollen. Die mehr als 20 Mitglieder umfassten Hochschulmanagerinnen und -manager, Grundlagenforscherinnen und -forscher, Technologietransfermanager, Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie, wissenschaftliche Berater von Regierungsstellen, juristische Fachleute sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich Sportmanagement. Diese interdisziplinäre, institutions- und funktionsübergreifende Zusammensetzung durchbrach das traditionelle Muster akademischer Delegationsbesuche und spiegelte die systematische und mehrdimensionale Ausrichtung der deutschen Forschungskooperation mit China wider. Zugleich eröffnete sie neue Perspektiven für eine durchgängige Zusammenarbeit – von der Grundlagenforschung über die Anwendung bis hin zu Talentförderung und industrieller Vernetzung.

Während ihres Aufenthalts besuchte die Delegation das Universitätsmuseum, die Deutsche Bibliothek sowie das digitale Steuerungs- und Entscheidungssystem des Smart Campus („Cockpit“), um sich eingehend über die über hundertjährige Entwicklung der Tongji-Universität, ihre traditionsreiche Zusammenarbeit mit Deutschland sowie aktuelle Fortschritte in der digitalen Transformation zu informieren. Darüber hinaus lud die Universität Herrn Professor Hu Chunchun von der Shanghai International Studies University zu einem Fachvortrag mit dem Titel „,China! China! China!‘ – Zur Wahrnehmung moderner chinesischer Ingenieurleistungen im deutschen Kontext“ ein. Der Vortrag bot den deutschen Gästen eine vertiefte Einordnung der Entwicklungsdynamik des modernen China.
