Am 25. Februar fand in Peking das Chinesisch-Deutsche Dialogforum statt. Wu Zhiqiang, Mitglied der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften bzw. der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften sowie Ehrendekan der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Tongji-Universität, nahm als einer der chinesischen Vertreter an dem Forum teil und hielt eine Rede.

Im Rahmen des Dialogs diskutierten jeweils acht Vertreter aus China und Deutschland in den Fachbereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung, Forschung sowie Medien intensiv über drei folgende Themen: „gegenseitige Wahrnehmung zwischen China und Deutschland“, „bilaterale Beziehungen und strategische Perspektiven zwischen China und Deutschland“ sowie „gemeinsame Global Governance“. Als chinesischer Hauptredner zum zweiten Thema unterbreitete Wu Zhiqiang im Forum beiden Regierungen offiziell den Vorschlag, eine „Chinesische-Deutsche Akademie für Ingenieurwissenschaften der jungen Akademiker“ einzurichten.
Er regte an, durch eine institutionelle Zusammenarbeit zwischen der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften bzw. der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften künftig eine hochrangige Einrichtung für gemeinsame Innovationen junger Talente im Bereich der Ingenieur- und Technikwissenschaften zu schaffen. Ziel sei es, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der jüngeren und älteren Generation aus beiden Ländern gemeinsam an zentralen technologischen Zukunftsfragen der Welt arbeiten. Vorgesehen ist, dass China und Deutschland jährlich ein paar Akademiker im jüngeren und mittleren Alter auswählen, die von Akademiemitgliedern beider Länder gemeinsam betreut werden. Auf diese Weise soll eine Gruppe von Führungstalenten ausgebildet werden, die mit der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit, der Zukunftstechnologie und der globalen nachhaltigen Entwicklung vertraut sind. Die Initiative von Wu Zhiqiang fand bei den Vertreterinnen und Vertretern beider Länder breite Unterstützung und positive Resonanz.
Derzeit haben bereits mehrere Städte in China und Deutschland ihr Interesse bekundet, chinesisch-deutsche Austauschplattformen vor Ort anzusiedeln, was eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit bildet.
Als Wissenschaftler, der sich seit vielen Jahren intensiv für den deutsch-chinesischen akademischen Austausch engagiert, setzt sich Wu Zhiqiang kontinuierlich für eine vertiefte Kooperation beider Länder insbesondere in den Bereichen nachhaltige Stadtentwicklung und gemeinsame Innovation der Ingenieurwissenschaften ein. Die vorliegende Initiative stellt nicht nur eine konkrete Umsetzung der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland dar, sondern eröffnet zugleich neue Perspektiven für die Förderung junger Talente sowie für zukünftige Innovationskooperationen zwischen beiden Ländern.