Am Vormittag des 17. Januar 2026 nahm Professor Wu Jiang der Tongji-Universität unter herzlichem Beifall offiziell die Präsidentenkette und aus den Händen des bis dato amtierenden Präsidenten der ARCASIA (Architects Regional Council Asia), Saifuddin Ahmad, entgegen. Damit ist Wu der 23. Präsident der asiatischen Architektenvereinigung für die Amtszeit 2026–2027,. Gleichzeitig ist Professor Wu Jiang damit seit der Gründung der ARCASIA im Jahr 1979 der erste Präsident aus dem chinesischen Festland.

Professor Wu Jiang ist Ständiges Vorstandsmitglied der Chinesischen Architektengesellschaft (The Architectural Society of China), Vorsitzender der Fachgesellschaft Architekturausbildung unter der Chinesischen Architektengesellschaft, stellvertretender Vorsitzender der Chinesischen Gesellschaft für Stadtplanung, Vorsitzender der Shanghaier Gesellschaft für Stadtplanung sowie Ehrenmitglied des Amerikanischen Instituts für Architektur (American Institute of Architects, AIA) und Mitglied der Französischen Akademie für Architektur (Académie d'Architecture). Seine wissenschaftliche Forschung und theoretisch-praktische Arbeit konzentrieren sich auf den Schutz und die Wiederverwertung des Stadterbes in China, die Stadterneuerung sowie eine städtische Feinregierung. Seine Forschungsergebnisse wurden vom AIA dahingehend gewürdigt, dass sie „nicht nur Praktiker und Entscheidungsträger des Stadtaufbaus in Shanghai und ganz China beeinflusst haben, sondern auch das Denken über Stadtschutz und Stadterneuerung in anderen Regionen Asiens, in den USA und in Europa“. Bereits im Jahr 2018 wurde Professor Wu Jiang zum Vizepräsidenten der ARCASIA gewählt. Mit dieser Stelle vertrat er die Chinesische Architektengesellschaft und leitete ein Team, das sich intensiv an den Arbeiten der Architektenvereinigung Asiens beteiligte.

Die ARCASIA ist die repräsentativste und einflussreichste Architektenorganisation in der asiatischen Region und vereint derzeit Mitgliedsverbände aus 24 Ländern und Regionen Asiens.

Am selben Tag fanden an der Tongji-Universität das internationale Symposium „Architecture in Aisia: Challenges and Opportunities“ statt. Architektinnen und Architekten sowie Architekturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Mitgliedsländern und -regionen der ARCAISA kamen zusammen, um in einem transregionalen, transdisziplinären und praxisübergreifenden Symposium die aktuellen Herausforderungen der asiatischen Architektur, Wege lokaler Innovationen und zukünftige Entwicklungsperspektiven gemeinsam zu erörtern.