Die Chinesisch-Deutsche Hochschule

  

Die Chinesisch-Deutsche Hochschule CDH wurde im Jahre 2011 durch eine Vereinbarung zwischen der Tongji-Universität und dem DAAD gegründet und ist das gemeinsame Dach für alle deutschland-orientierten Einrichtungen, Partnerschaften und Projekte in der Tongji-Universität. Sie ist nicht Stätte von Forschung und Lehre, sondern ist eine Plattform zur Information und Zusammenarbeit für alle, die sich mit Deutschland, der deutschen Sprache und deutschen Partnern - auf welchem Fachgebiet auch immer – intensiv befassen.

  

Die Schaffung eines derart einzigartigen Koordinations-Instruments an der Tongji- Universität kommt nicht von ungefähr: Die Universität hat seit ihrer Gründung im Jahr 1907 enge akademische Beziehungen zu Deutschland und heute sind diese Verbindungen lebendiger denn je. In keiner anderen chinesischen – und wohl auch in keiner anderen ausländischen Universität gibt es so viele aktive Partnerschaften, Austauschprogramme und Forschungsprojekte mit deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie hier. Fast 1000 Bachelor-Studierende lernen hier jedes Jahr studienbegleitend die deutsche Sprache und mehr als 200 Wissenschaftler haben in Deutschland studiert und/oder promoviert.

  

Die Tongji-Universität ist entschlossen, dieses Alleinstellungsmerkmal künftig noch intensiver für Innovation und Exzellenz in Forschung und Lehre zu nutzen, ein Interesse, das sie mit ihren deutschen Partnern teilt. Auf diesem Weg soll die CDH in Zukunft eine richtungsweisende Rolle spielen, indem sie Potentiale stimuliert und Synergien befördert, so dass das Ganze mehr wird als die Summe seiner einzelnen Teile. Und nicht zuletzt ist die CDH mit diesem Spektrum an Mitgliedern bestens geeignet, den deutsch-chinesischen Dialog über gemeinsame Herausforderungen in Zeiten einer durchaus ambivalenten Globalisierung zu fördern.

Organisation der CDH

Alle unter der CDH geführten Projekte haben ihre eigene Geschichte, Struktur, Organisation, Ziele und Partner: eine gewachsene Vielfalt, die als Quelle von Kreativität, Wettbewerb und Innovation bestehen bleiben soll. Sie soll aber ergänzt werden durch mehr Synergien, wo immer das zum gemeinsamen Nutzen sinnvoll ist. Das gilt insbesondere bei der Bearbeitung großer Zukunftsaufgaben in Forschung und Lehre wie der Gestaltung der Stadt von morgen („Zukunftsstadt“), der Entwicklung internetbasierter Produkte und Produktionsprozesse („Smart Production“), aber auch bei der Bildung einer aufgeklärten Zivilgesellschaft mit einem modernen Bildungswesen und Verwaltungssystem – Themen, die in Zeiten der Globalisierung ohnehin nur im internationalen Verbund sinnvoll angegangen werden können. Nicht zuletzt dient diese Zusammenarbeit auch der besseren Sichtbarkeit, die sich in wachsender Attraktivität niederschlagen („Visibilität“) wird. Zwei Gremien verantworten die Koordinationsaufgaben der CDH: auf der strategischen Ebene der „Lenkungsausschuss“ und auf der operativer Ebene das „Direktorium“.