Um die internationale Perspektive von Graduierten weiter zu erweitern, den Austausch auf internationaler Ebene zu stärken und die Innovationsfähigkeit zu fördern, wurde vom 25. bis zum 26. November das Chinesisch-Deutsche Graduiertenforum „Digitale Geisteswissenschaften und Diskursforschung“ gemeinsam von der Tongji-Universität, der RWTH Aachen und der TU Darmstadt an der RWTH Aachen veranstaltet. Über 20 Dozenten sowie Master- und Promotionsstudierende nahmen daran teil – darunter Vertreterinnen und Vertreter des Kollegs für Fremdsprachen, des Kollegs für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen, des Shanghai International College of Intellectual Property der Tongji-Universität sowie des Deutschlandforschungszentrums der Tongji-Universität, des Instituts für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen und des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft der TU Darmstadt. Im Mittelpunkt standen vertiefte Diskussionen über Themen wie digitale Geisteswissenschaften und Diskursanalyse, Diskursforschung in Bereichen wie Politik und Wirtschaft sowie interkulturelle Kommunikation und sprachliche Diversität in regionalen und internationalen Kontexten.

Bei der Eröffnungsfeier begrüßten Prof. Thomas Niehr vom Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen sowie Prof. Wu Huiping, stellvertretende Direktorin des Deutschen Forschungszentrums der Tongji-Universität und Leiterin der Germanistikabteilung, die teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus beiden Ländern herzlich. Beide betonten die Bedeutung, im neuen Zeitalter die Fremdsprachenforschung und Area Studies mit den digitalen Geisteswissenschaften und weiteren interdisziplinären Ansätzen zu verbinden. Prof. Thomas Niehr hielt zudem den Hauptvortrag über die funktionale Adaptivität des politischen Diskurses in Deutschland und bot den Teilnehmenden einen wertvollen theoretischen Rahmen und akademische Orientierung.
Im Anschluss präsentierten junge chinesische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsarbeiten in einem zweitägigen Programm. Das Forum umfasste insgesamt sechs Themen. Während der Beiträge herrschte eine anregende akademische Atmosphäre, insbesondere die Diskussionsrunden waren intensiv und lebhaft. Die anwesenden Expertinnen und Experten gaben zu jedem Vortrag vertiefte Kommentare und führten anregende fachliche Gespräche.