Institut für Studien zur Bundesrepublik Deutschland

Das Institut für Studien zur Bundesrepublik Deutschland der Tongji-Universität, kurz Institut für Deutschland-Studien, wurde im November 1985 gegründet. Der Direktor des Instituts ist Prof. Zhu Shaozhong. Prof. Li Lezeng übernimmt als Vizedirektor die Geschäftsführung des Instituts. Im März 1999 wurde das Institut für Studien zur Europäischen Union im Rahmen des Instituts für Deutschland-Studien offiziell ins Leben gerufen.
Als eine interdisziplinäre Forschungsanstalt für Deutschland- und Europastudien stellt das Institut für Deutschland-Studien eine wichtige Forschungsinstitution auf diesem Gebiet dar. Es verfügt über eine Reihe von prominenten Wissenschaftlern und Experten für Deutschland- sowie Europaforschung als Berater, wie z.B. den ehemaligen Direktor von Institute for European Studies of Chinese Academy for Social Sciences Prof. Qiu Yuanlun und den ehemaligen chinesischen Botschafter in der Bundesrepublik Prof. Mei Zhaorong. Durch seine zukunftsweisenden wissenschaftlichen Tätigkeiten und Forschungsergebnisse darf sich das Institut als eine starke und kompetente Forschungsanstalt auf dem Gebiet der Deutschland-Studien in China behaupten.
Zur Zeit stellt das Institut für Deutschland-Studien den Vizevorsitzenden von Chinese Society for Germany Studies und den Generalsekretär vom Zweigverband der aus deutschsprachigen Ländern zurückgekehrten Wissenschaftler, welcher der Shanghai Overseas Returned Scholars Association (SORSA) untersteht. Es ist zugleich Mitglied vonChinese Society for European Studies, Shanghai Association of International Relations Studies usw..
Das Institut beschäftigt sich mit den Forschungsthemen wie etwa deutsche Politik, Wirtschaft, Geschichte, Kultur und Bildung. Auch die EU-Forschung steht im Mittepunkt der Forschung. Die Themenbereiche reichen von politischen Systemen bis zu Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Beschäftigungspolitik, Interessenpolitik, Sprach- und Kulturpolitik, Rechtsordnung, Beziehungen zwischen Deutschland und der EU sowie dem europäischen Integrationsprozess.
Als eine Forschungsanstalt, die an der Universität angesiedelt ist, legt das Institut für Deutschland-Studien viel Wert auf die Verzahnung von Lehre und Forschung. Das Institut bietet den Bachelor-Studenten Vorlesungen zum Thema wie deutsche Landeskunde, deutsche Wirtschaft, Geschichte der chinesisch-deutschen Beziehungen an. Gleichzeitig werden auch postgraduierte Studenten aufgenommen, die sich in der Fachrichtung Deutschland-Studien spezialisieren wollen. Damit setzt sich das Institut das Ziel, Nachwuchskräfte im Bereich Deutschland-Studien heranzubilden.
Die Zeitschrift „Deutschland-Studien“ wurde vom Institut für Deutschland-Studien im Jahre 1986 erstmals als Periodikum herausgegeben und ist bis jetzt landesweit die einzige wissenschaftliche Zeitschrift, die sich intensiv mit Deutschland-Studien beschäftigt. „Deutschland-Studien“ stellt eine Plattform dar, die zur Präsentation der aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema Deutschland- und Europastudien aus dem In- und Ausland zur Verfügung steht. Dadurch zeichnet sich die Zeitschrift unter den chinesischen Fachzeitschriften für landesspezifische Studien aus. Sie wird sowohl von der Bundesregierung als auch von den deutschen auswärtigen Institutionen hoch geschätzt, sowie von deutschen Universitätsbibliotheken und vom Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen archiviert.
Deutschland-Express“ ist ein halbmonatiges Informationsblatt, das vom Institut herausgegeben wird. Dank seinem zeitgerechten wie auch detaillierten Informationsdienst über die Entwicklungstendenz in der deutschen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird es von den Wissenschaftlern gern gelesen.
Das Institut für Deutschland-Studien ist ein „Fenster“ nach Deutschland und eine „Plattform“ zum akademischen Austausch unter den Wissenschaftlern. Eine wichtige Aufgabenstellung sieht das Institut darin, die Zusammenarbeit und den akademischen Austausch unter den in- und ausländischen Wissenschaftlern zu verstärken bzw. zu fördern. Neben den Forschungstätigkeiten fungiert das Institut auch als aktiver Kulturvermittler, indem es mehrmals Jahrestagungen der Chinese Society for Germany Studies organisiert, Fachvorträge über Deutschland- und Europastudien sowie Seminare über interkulturelle Kommunikation veranstaltet hat. Mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit dem Chinaforum Bayern bietet das Institut Informations- und Beratungsdienst im Bereich Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur an. Auch das Informationsmagazin „Deutschland“ vom Auswärtigen Amt wird hier im Institut in die chinesische Sprache übertragen.

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