Institut für Berufsbildung(IBB)
Chinesisch-Deutsches Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität

Das Chinesisch-Deutsche Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität (CDIBB) wurde im Rahmen des Projekts zur „Ausbildung von Berufsschullehrkräften an der Tongji-Universität Shanghai“ auf- und ausgebaut. Das Projekt ist eine Maßnahme im Rahmen der 1994 zwischen dem chinesischen Ministry of Commerce und dem Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung vereinbarten Initiative zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Berufsbildung. Es unterstützt mit seiner Zielstellung die Absicht Chinas, eine umfassende Reform der beruflichen Bildung einzuleiten. Das grundlegende Ziel dabei ist die Ausbildung qualifizierter Fach- und Führungskräfte für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Chinas. Das Projekt wird im Rahmen der technischen Zusammenarbeit durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbHbegleitet, beraten und auch mitfinanziert.

Die Förderung des Projektes durch die deutsche Seite ist für eine Gesamtlaufzeit von elf Jahren (09.1997-08.2008) vorgesehen, und die Höhe der Projektmittel, die von beiden Seiten bereitgestellt werden, beträgt ca. 14 Millionen Euro.

Am CDIBB werden vier grundständige Studiengänge für Berufspädagogik mit Schwerpunkt Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik und Betriebswirtschaftslehre angeboten. Im Aufbaustudiengang, der im Jahr 2001 eingerichtet worden ist, sind mehr als 200 Masterstudierende immatrikuliert.

Für eine qualitative Ausbildung am CDIBB sorgen 27 Hochschullehrer, 8 davon haben im Rahmen des Projekts in Deutschland im Bereich Berufspädagogik mit Erfolg promoviert. Als Weiterbildungszentrum für Berufschullehrkräfte in der hochschulischen Berufsbildung und mittleren Berufsbildung ist das CDIBB staatlich anerkannt.

Zur Gewährleistung des Praxisbezugs arbeitet CDIBB eng mit Industrie und Berufsschulen zusammen. Die Kooperationspartner kommen nicht nur aus Wirtschaft und Berufsbildung sondern auch aus Hochschulbereich.

Auch der Transfer der Forschungsergebnisse an Partnerinstitutionen in den westchinesischen Regionen wird als Verantwortung vom CDIBB angesehen. Hierzu wird ein Kooperationsnetzwerk mit industriellen und Berufsbildungseinrichtungen etabliert.

Inzwischen versucht das CDIBB unterschiedliche Partner aus umliegenden Gebieten wie die Stadt Huzhou, Cixi zu unterschiedlichen Themen in die Forschungen mitein zu beziehen, um die Forschung stärker problemorientiert zu führen und zugleich die Praxis wissenschaftlich besser zu beraten.

Im Jahr 2007 veranstaltete das CDIBB im Rahmen des Projekts „Ausbildung von Berufsschullehrkraeften“ mit GTZ China die Hochschultage in Form eines internationalen Symposiums zur Berufsbildung. Dabei gingen Arbeitsgruppen von Experten Themenstellungen aus der Berufsbildung und verbundenen Fachwissenschaften nach. Das Fachsymposium reflektierte die erfolgreiche Projektarbeit der GTZ China in der Berufsbildung. Daraus ergaben sich interssante Erkenntnisse fuer die Gestaltung von Drittlandskooperationen bezueglich der Berufsbildung. Ausserdem hat das CDIBB im Auftrag von den Ministerien fuer Finanzen und Ausbildungen die Managementaufgabe im Rahmen eines Projekts Erhoehung der Qualifikationen von Berufsbildungslehrkraeften“ uebernommen. Zielsetzung dieses Projekts ist die Verbesserung der Ausbildungssysteme von chinesischen Berufsbildungslehrkraeften. Aufbauend auf unseren kumulierten Erfahrungen und Kompetenzen leistet das CDIBB durch Organisation von verschiedenen tiefgehenden Fachsymposien und Trainingprogramme wesentliche Beitraege zur zuegigen Fortfuehrung des Projekts und Erzielung erfolgreichen Projektergebnisse.

Homepage:http://www.ibb-gtz.com/